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Abstract Details

Abstract Nr. 839
Titel Optische Makulapigmentdichte (MPOD) als protektive Faktor bei der trockenen altersbedingten Makuladegeneration (AMD) - Ergebnisse der LUTEGA- Studie
Thema/ Kategorie Retina/ Chorioidea/ RPE/ Glaskörper
Autoren Jentsch S.1, Schweitzer D.1, Hammer M.1, Dawczynski J.2
Institute 1Augenklinik der FSU Jena, Experimentelle Ophthalmologie, Jena, Germany, 2Universitätsklinikum Leipzig AöR, Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Leipzig, Germany
Sitzung Retina - AMD 1
Datum Donnerstag, September 29, 2011
Uhrzeit 13:00-14:00
Ort Posterausstellung
Abstract Text Fragestellung: Im Rahmen der LUTEGA-Studie sollte der Langzeiteffekt einer täglichen Supplementation mit Lutein (L), Zeaxanthin (Z) und Omega-3-Fettsäuren (O-3-FA) auf die MPOD bei Patienten mit trockener AMD untersucht werden. Weiterhin sollten Änderungen der Anzahl und Form der Drusen erfasst werden.
Methodik: Es wurden 172 Patienten mit trockener AMD in die Studie eingeschlossen und in drei Behandlungsgruppen unterteilt (V1: 10mg L, 1mg Z, 255mg O-3-FA/ V2: 20mg L, 2mg Z, 510mg O-3-FA/ P: Placebo). Die maximale MPOD (maxOD) wurde zur Baseline sowie zu vier Folgemessungen über insgesamt ein Jahr mit der 1-Wellenlänge-Reflexionsmethode bestimmt (modifizierte Visucam NM/FA, Zeiss Meditec, Jena). Weiterhin wurde bei jeder Untersuchung der Verlauf der AMD untersucht und dokumentiert sowie die bestkorrigierte Sehschärfe (BCVA) in logMar (ETDRS-Charts) bestimmt.
Ergebnis: Ein signifikanter Anstieg konnte für die maxOD (in ODU) der Gruppen V1 (0.58±0.10 zu 0.62±0.10) und V2 (0.55±0.09 zu 0.60±0.09) ermittelt werden. Weiterhin besteht eine Signifikanz der absoluten Änderung der maxOD zwischen den Gruppen V1 (0.044±0.018) und P (-0.002±0.017) sowie V2 (0.050±0.025) und P ermittelt. Die maxOD zwischen den Gruppen V1 und V2 unterscheidet sich nicht signifikant . BCVA in logMar verbesserte sich signifikant in V1 (0.13±0.17 zu 0.11±0.19) und V2 (0.10±0.14 zu 0.06±0.16). Bei 2 Patienten konnte eine deutliche Reduktion der Drusen im makulären Bereich dokumentiert werden (OCT, Fundusfotografie).
Schlussfolgerung: Die Supplementation zeigt eine Erhöhung der MPOD, eine Verbesserung der Sehleistung und in einigen Fällen eine Rückbildung von Drusen. Damit kann ein schützender Einfluss auf die Makula bei AMD-Patienten angenommen werden. Die verschieden Dosierungen zeigen keinen nachweisbaren Unterschied.

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